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INHALT

Talking English
Liebe Leser,
viele unserer Schüler haben einen Migratonshintergrund. Sie sprechen zu Hause und in ihren peer-groups oft in ihrer "Muttersprache". In der Schule aber ist Deutsch die verpflichtende "Amtssprache". Jetzt kommt in den Förderschulen der meisten Bundesländer Englisch hinzu. Dies stellt Schüler und Lehrende vor enorme didakti... mehr
Anja von Hebel
"Yes, we can talk!"
Englisch für Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Im Kontext internationaler Kooperation und der wachsenden weltweiten politischen sowie wirtschaftlichen Entwicklung nimmt die englische Sprache als Weltverkehrssprache eine besondere Stellung ein. Erweiterte Anforderungen werden demzufolge an den Englischunterricht gestellt. Um mit diesen Entwicklungen Schritt halten zu können und nicht zum Außenseiter zu werden, bekommt das Beherrschen der englischen Sprache immer mehr Gewicht in unserer Gesellschaft. Englischkenntnisse sind ein Bildungsgut und eine Schlüsselqualifikation – auch für Jugendliche an Förderschulen und im integrativen Unterricht. Ein Überblick über das Spannungsfeld von sonderpädagogischem Förderbedarf und Lehrplanvorgaben.
Ursula Zeiss, Regine Döbert, Christine Herlyn
That’s me – ich über mich
So lernen Anfänger, sich selbst auf Englisch vorzustellen
Wenn man Menschen kennenlernt, die eine andere Sprache sprechen, ist es (fast) das Wichtigste, dass man ihnen sagen kann, wer man ist. Deshalb steht "That’s me" als erster Themenschwerpunkt im Englischunterricht im Thüringer Lehrplan – dieser kann auch für andere Bundesländer eine gute Richtschnur sein. Wie der Schwerpunkt im Unterricht praktisch umgesetzt wird, zeigt ein Bericht der Lehrerinnen, die das passende Lehrmaterial in einer Arbeitsgruppe mit entwickelt haben.
Martin Wolfers
Move it – "Ich will tanzen"
Wie ein bilinguales Projekt mit einer englischen Partnerschule umgesetzt wird
Welche Möglichkeiten gibt es für Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, mit englischsprachigen Menschen in ihrer Muttersprache in Kontakt zu treten? Eine gute Chance, dieses Ziel zu erreichen, bietet ein bilinguales Comenius-Projekt. Wie es in die Praxis umgesetzt wird, schildert dieser Bericht.
Martina Jülich und Siân Williams-Hahn
At the Fair
Sprachfreude wecken und an die Erlebniswelt Jugendlicher anknüpfen
Um Interesse und Sprachfreude bei Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu wecken, ist es wichtig, im Englischunterricht Themen zu finden, die an der Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen. Das Thema „At the fair“ motiviert Kinder aller Altersklassen und ist darüber hinaus nicht geschlechtsspezifisch.
Stefanie Phlippen
At the ice-cream parlour
Wie Dialoge motivieren, Englisch zu sprechen
Wie werden Jugendliche motiviert, Englisch zu sprechen? Wie können Lehrende den Spagat zwischen lebensweltbezogenen Themen und den geringen Fremdsprachenkenntnissen der Lernenden überwinden? Die Antwort auf beide Fragen kann der Einsatz von szenischen Dialogen sein. Die Schülerinnen und Schüler sind dabei oft erstaunt, über wie viel Handlungskompetenz sie bereits verfügen. Am Beispiel der Unterrichtseinheit „At the ice-cream parlour“ werden Methoden aufgezeigt, die sich ganz einfach auch auf andere Unterrichtsinhalte übertragen lassen.
Bernard Brown
Magic tricks and games
Mit Spaß den Englischunterricht "aufmöbeln"
Die Mary Poppins-Weisheit: “A teaspoonful of sugar makes the medicine go down in the most delightful way!“ gilt auch für den Englischunterricht mit Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. In dieser Unterrichtseinheit, die im Folgenden geschildert wird, können Lehrende ihre Schüler mit einigen Tieren und mit dem Gebrauch des Simple Present in positiven und verneinten Sätzen vertraut machen.
Sascha Ruf
Die Sache mit dem roten Faden
Die Storyline-Methode – ein kreativer Unterrichtsansatz
Ein Blick über den Tellerrand kann konkrete Impulse für den Englischunterricht liefern: Wer sich mit der Storyline-Methode beschäftigt, wird davon in der Arbeit mit den Jugendlichen profitieren. Denn diese werden in die Lage versetzt, gemeinsam eine Geschichte in einer Fremdsprache zu entwickeln.
„An einem Strang ziehen – für ein lebensbedeutsames Fach“
Interview
Wie Kinder Sprachen lernen, das ist ein Thema, das Prof. Dr. Sandra Deneke vom Institut für Sonderpädagogik an der Leibniz Universität Hannover am Herzen liegt, seitdem sie als Deutschlehrerin in Frankreich arbeitete. In den letzten Jahren verfolgt sie vor allem das Fremdsprachenlernen an Förderschulen, an denen zum Beispiel das Fach Englisch vor zehn Jahren kaum vorgesehen war. Wie sich die Situation in den einzelnen Bundesländern verändert hat, warum Englisch sprechen für alle Jugendlichen so wichtig ist und welche Strategien es deshalb einzuschlagen gilt, darüber sprach Sandra Deneke mit Praxis Fördern-Redakteurin Natascha Plankermann.
Lis Breuer
Über den Tellerrand geschaut
Wie sonderpädagogische Förderung in England funktioniert
Der Gedanke der sozialen Inklusion wurde mit der Regierungsübernahme durch die Labour-Partei 1997 zur Leitidee britischer Sozialpolitik. Der „Special Educational Needs and Disability Act“ legte einen Rechtsanspruch für Eltern auf Erziehung ihres Kindes mit Lernproblemen an allgemein bildenden Schulen (mainstream schools) fest. Seit 2002 müssen Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf in allgemeinen Schulen unterrichtet werden, sofern die Eltern nicht ausdrücklich den Besuch der Förderschule (special school) wünschen oder die zuständige Regelschule die speziellen Erziehungs- und Bildungsmaßnahmen nicht bereitstellen kann.
Eva Engelken
Ärger auf der Klassenfahrt – was tun?
Der Fall: Die 10. Klasse der Förderschule macht ihre Abschluss-Klassenfahrt nach England. Leider gibt es Ärger. Unbemerkt schmuggeln zwei Schüler eine Flasche Whisky ins Jungenschlafzimmer und betrinken sich, während der Lehrer und sein Referendar schlafen. Um Mitternacht begeben sich die angetrunkenen Schüler ins Mädchenschlafzimmer, prahlen dort herum und einer versucht, ein Mädchen zu küssen. Das Mädchen wehrt sich, es entsteht eine lautstarke Rauferei. Eigentlich würde der Lehrer die Hauptstörenfriede, zwei 17-jährige Schüler, am liebsten sofort nach Hause schicken, ist aber unsicher, ob sie alleine reisen können. Außerdem fragt er sich, ob er nicht die Polizei rufen sollte.
Helmut Meschenmoser
Mit dem PC Englisch sprechen lernen
Wie geeignete Software den Zugang zur Sprache ermöglicht
Selbst Bedenkenträger können es nicht verhehlen: Mit geeigneter Software können Kinder selbstständig lernen, ihr Tempo finden und ihre Lernwege gestalten. Davon kann auch die Sprachbildung profitieren. Moderne Software gibt längst die Möglichkeit, via Mikrofon phonologische Übungen zu praktizieren. Das kann eine sinnvolle Ergänzung zur Betreuung durch eine ausgebildete Lehrkraft sein – denn niemand ist in der Lage, die individuellen Lernentwicklungen einer größeren Lerngruppe jederzeit zu begleiten. Im Folgenden werden vier Möglichkeiten des computergestützten Lernens vorgestellt.